Das Katzenparadies von Ehingen

  • Das bin ich - die Anführerin

Das Katzenparadies von Ehingen

Hallo Ihr lieben Menschen,

schön, dass Ihr Euch für eine Patenschaft für uns interessiert!

 

Wir sind 11 wunderbare und schöne Katzen zwischen 12 und 15 Jahren alt. Ich, die Älteste, führe als Patriarchin  diese Katzengemeinschaft an. Namen haben wir nicht, aber das wollen wir auch nicht, denn wozu brauchen wir Namen, wenn wir selbständig in einer tollen Gemeinschaft leben und uns die Menschen, die uns liebevoll versorgen, selbst ausgesucht haben?! Ja, Ihr habt richtig gelesen: Wir waren vor unseren Dosenöffnern hier. Und weil die beiden – Jürgen und Marzanna – sich so rührend um uns kümmern, durften sie bei uns einziehen. Sie haben quasi ihre Probezeit bestanden. - Ihr glaubt das nicht?! Dann erzähle ich Euch gern die ganze Geschichte aus Ehingen von vorn:

Vor vielen Jahren wohnte in unserem Haus bereits eine alte Dame, die auch schon unsere Vorfahren gefüttert hatte. Als sie älter wurde und nicht mehr so richtig sehen konnte, ist sie vor drei Jahren in ein Pflegeheim gezogen. Für sie war das ganz toll, aber für uns eine grosse Katastrophe, denn ab da war niemand mehr für uns da, der uns regelmässig unser Futter brachte. Das Haus stand leer und der Eigentümer des Hauses wollte uns nicht. Selbst als die Katzenhilfe Radolfzell auf unser Schicksal aufmerksam wurde und ihre Menschen uns regelmässig versorgten und kastrieren liessen, hat dieser Mensch ein Schild an die Türe gehängt, dass diesen netten Menschen verbot, das Grundstück zu betreten, um uns zu füttern. Doch die Katzenhilfe liess sich davon nicht beirren und hier kam jetzt Jürgen in unser Leben: Er vereinbarte mit einem Nachbarn, dass er auf seinem Grundstück ein kleines, aber feines Haus bauen durfte, nur für uns! (siehe Foto 2). Zu diesem Zeitpunkt waren wir 9. Das Haus war toll, wir hatten einen trockenen und warmen Platz, auch im Winter und es gab dort immer regelmässig Futter. Jürgen schaute jeden Tag bei uns vorbei, und wenn es einem von uns nicht gut ging, brachte er uns auch zum Tierarzt. - Jürgen und seine Frau Marzanna wollten schon seit längerem ein Haus kaufen. Ja, und da brachten wir sie halt auf die Idee, dass das Haus der alten Dame das Beste für die beiden ist und wir doch die ideale Familie für sie wären! Unser Haus durfte also nun auf Jürgens und Marzannas Grundstück ziehen. Wir hatten jetzt ein festes Zuhause! Weil Jürgen ein so genialer Handwerker ist und das Haus der alten Dame toll umgebaut hat, hat er uns auch ein viel grösseres und schöneres Haus gebaut, unser Katzenparadies! 

Und wisst ihr was; ich erweise Euch jetzt die Ehre und zeige euch das Haus von innen, damit Ihr wisst, warum wir es „das Katzenparadies“ nennen: Wir haben zwei etwas erhöhte Eingänge, erhöht, damit die Igel, die nicht stubenrein sind, draussen bleiben, denn wir legen grössten Wert auf Reinlichkeit. Jeder von uns hat im Haus ein eigenes Schlafhaus; wir wohnen auf drei Ebenen. Jedes Schlafhaus ist isoliert, mit Decken ausgelegt und sehr behaglich. Unser altes Katzenehepaar  hat von Jürgen ein grösseres Haus erhalten, denn sie sind auch im Schlaf unzertrennlich. Das ganze Haus ist im Winter beheizt, Trockenfutter steht immer zur Verfügung und wir werden jeden Tag mit Nassfutter versorgt – ich glaube das sieht man auch - denn wir sind alle wohl genährt, gepflegt und gesund trotz unseres hohen Alters. Und damit wir ungestört und dennoch unter Jürgens und Mazannas Schutz stehen, überwacht uns eine Kamera Tag und Nacht. 

Und weil es bei uns so schön ist, was sich natürlich unter unseren Katzenkumpels rumgesprochen hat, sind bei uns vor einiger Zeit zwei weitere Katzen von sich aus eingezogen, die kein Zuhause mehr hatten oder sich dort nicht mehr wohl gefühlt haben. Natürlich haben wir die beiden in unserer Seniorenresidenz aufgenommen und Jürgen hat für die zwei auch ein eigenes Haus im Haus gebaut. Wir sind also jetzt 11.

Autorin: Monika Iblacker